Meine Haare, das Killerkommando, der Zentimeterlegastheniker und ich….

Hallo meine Wunderschönen,

Haare. Haare sind so eine Sache, Seelenspiegel, Stolz oder Grund täglichen Verzweifelns. Die Stolzgeschichte ist in Bezug auf meine Haare schon nicht mal meine. Nicht als Blondine mit feinem Haar und nach einem unsäglich erfolglosem Jahr in Sachen Haarlängengewinnung.

Vor 3 Jahren hatte ich noch eine ansehnliche BH-Verschluss-Länge vorzuweisen. Dazu ein Foto aus dem Jahre 2011, das grüne Kleid habe ich immer noch, tolles Ding für einen Ballabend…und die Wellen hatte ich auch schon immer so getragen, denn eigentlich hab ich ja Locken. Damals habe ich noch den gesamten Kopf mit 6% Wasserstoff mit vielen, feinen Strähnchen highlighten lassen, was einen sehr hellen Blondton ergab. Alle paar Monate wurde mit einer speziellen Blondme Mischung von Schwarzkopf drüber getönt, je nach Laune um das Blond wärmer oder kühler zu machen. Vor 2 Jahren habe ich mir allerdings ein schleichendes Killerkommando in die Haare geholt: John Frieda Go Blonder Aufhellungsspray. Teufelszeug für bereits blondierte Haare, denn der Wasserstoff wirkt immer weiter bis man es auswäscht. Das heißt in meinem Fall bis zu 7 Tage. Um diesen äußerst ungünstigen Umstand bin ich erst durch eine sehr liebe Friseurin aufgeklärt worden, 6 Monate nachdem ich schon regelmäßig zum Überbrücken bis zum nächsten Friseurtermin gesprüht habe. Zu spät, denn es hat meine Haare extrem ausgetrocknet und brüchig gemacht. Da hat selbst meine beste Pflege, s. u. nicht mehr geholfen. Also absolut nicht zu empfehlen für bereits gefärbte Schöpfe sowie Minimalisten in Sachen Haarwäsche. Ich bereue immer noch, diese giftgelbe Fläschchen in mein Badezimmer gelassen zu haben. Der Tipp kam übrigens von einem ungefärbtem, bei dem John Frieda allein einen wirkliche wunderschönen Blondton zaubert. Aber wie gesagt, sollten Eure Haare schon behandelt sein, Finger weg.

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Nun sehen meine Haare Ende 2013 nun so aus…mir fehlen mindestens 15 cm von früher, obwohl meine Haare laut Statistik in den knappen 3 Jahren, die zwischen den Fotos liegen, um mindestens 36 cm gewachsen sein müssten. Ich war seit 6 Monaten nicht mehr beim Highlighten, um mit dem topmoderen Ombré-Look zunächst einmal meine Haare nach dem Ganzen färben zu schonen.

Aber zum John Frieda- Killerkommando ist mir da auch noch zur selben Zeit so ein vorlauter Friseur mit Zentimeterlegasthenie passiert, der zwar mit seiner Kammtechnik tolle Highlights zaubern konnte, die so einen schönen Ombré-Look allein mit Rauswachsen erst möglich gemacht haben, aber nach dessen Längenmaß 1cm in 5cm realexistierenden Zentimetern ist. Da sind also bei jedem Spitzenschneiden von 2 Zentimetern jedes Mal 10cm draufgegangen bis sie nur noch knapp über die Schulter waren wie heute. Wie gesagt, die Highlights und die neue Technik waren grandios…Bei anderem Frauen muss ich dagegen neidvoll ständigen Haarzuwachs beobachten, während sich bei mir rein gar nichts Richtung BH-Verschluss nähert. Besondere Komplimente für die neuen kurzen Haare, erhalte ich seit Kurzem dann dank lockiger Frisuren. Ich war nicht beim Friseur, ich trage nur mal wieder meine Locken! Genauso gern höre ich übrigens, ich hätte zugenommen.

Bezüglich der Farbe bin ich back to nature. Goldiges Mittelblond…demnächst irgendwann mit neuen Highlights…ab und zu wird noch mit meiner geheimen, je nach Laune, Blond Me-Mischung von Schwarzkopf drüber getönt. Dies hat sich nach wie vor als ungefährlich bewiesen. Nichts bricht seit Abschaffung des Killerkommandos mehr ab und Tönen lässt das Haar auch noch glänzen. Da muss ich demnächst bei der sehr lieben Friseurin noch nachforschen, warum dem so ist.

Zwischenfazit zu meinen Haaren und mir lautet tendenziell unzufrieden in Sachen Länge, mit der Lust diesem eigenmächtigen Schneidephillipp mal das aktuelle Metermaß zu demonstrieren, wie lang ein Zentimeter wirklich ist. Ich vermute, dass diese Zentimeterlegasthenie aufgrund einer Wechselwirkung von Y-Chromosom und Vorstellungen des idealen, männlichen Geschlechtsorgans hier eine Fehleinschätzung von Maßen begründet ist. Jedenfalls werde ich beim nächsten Friseurbesuch mit einem Lineal bewaffnet auftauchen, um weiteren Verlusten vorzubeugen. Oder ich wechsel den Friseur.

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Nun mal zur Pflege und Haarroutine. Denn trotz allem Frust um Länge, haben sie auch gute Seiten. Sie fetten zum Beispiel nicht. Daher brauchen sie nur alle 5-7 Tage eine Haarwäsche. Ich benutze schon seit Jahren Kerastase Bain Satin 2 oder seit neuestem Bain Thermique sowie die Masque Intense für feines Haar oder Masque thermique. Der Ablauf ist auch immer gleich: Haare durchbürsten, nass machen, einshampoonieren und ausspülen. Haare im Handtuch trocknen, mit Händen die Kur auftragen und mit einem Tangleteezer verteilen. Das ganze in Alufolie und einem Handtuch für mindestens 30 Minuten verpacken und einwirken lasse, ausspülen und am Schluss eiskalt abspülen. Dann Haare erst mal an der Luft trocknen und dann mit Ionen föhnen. That’s it. Eigentlich so sanft und schonend wie möglich. Vor dem Föhnen gibt es zur Zeit noch ein paar Haaröltropfen von Wolkenseifen, selten bis nie Haarspray oder Stylingprodukte.

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Tägliche Haarpflege besteht aus 100 Bürstenstrichen mit Wildschweinbürsten, morgens und abends. Sie haben die Eigenschaft das Sebum auf dem ganzen Haar zu verteilen, was wiederum nicht nur schöne Haare macht, sondern auch das Fetten reduziert sowie die Kopfhaut massiert. Ich bin vor einem Jahr durch diesen Betrag von Beautyjagd auf das Thema Wildschweinbürsten gekommen. Nach einiger Suche habe ich dann hier auf ein bezahlbares Exemplar gestoßen für 28,50€. Es handelt sich übrigens um dasselbe Model wie das von Kostkamm, das allerdings mit mindestens 40€ zu Buche schlägt. Ich habe meine mit dem Markenmodel im Naturkosmetikladen life verglichen und konnte keinen Unterschied feststellen. Sie hat Platz zwischen den einzelnen Borstenbüscheln und kämmt daher auch längeres Haar gut. Die andere Wildschweinbürste hat sehr dichte Borsten ist eigentlich für kürzeres Haar gedacht, aber ich finde die macht sich bei meinem feinem Haar auch sehr gut. Ich weiß leider nicht mehr von welchem Hersteller, habe sie aber bei Beauty & Nature in München für ca. 24€ gefunden. Beide sind aus Birkenholz, das Wasser gut verträgt und daher auch nass werden darf.

Die klassische Paddlebrush, meine ist vom DM, benutze ich neben diversen Rundbürsten meistens zum Föhnen oder Durchkämmen. Bürstenreinigung ist auch so ein Sache. Enthaart werden alle regelmäßig mit einem Kamm und abgespült mit lauwarmen Wasser. Einmal im Monat reinige ich alle Bürsten mit Shampoo. Sonstiges Werkzeug im Einsatz ist mein Satin Hair 7 Ionen Föhn von Braun. Tolles Ding, tut was es soll, trocknen, in verschiedenen Stufen und Temperaturen und ich meine auch dank Ionen keine fliegenden Haare zu haben.

Von Links nach rechts: DM Paddelbrush, Kostkamm Dupe Wildschweinbürste, Wildschweinbürste von Beauty& Nature
Von Links nach rechts: DM Paddelbrush, Kostkamm Dupe Wildschweinbürste, Wildschweinbürste von Beauty& Nature

Und wie hält man es eine Woche ohne Haare waschen aus? Nun ja, zum einen habe ich eine wohlerzogenen Kopfhaut. Sie ist brav, zickt nicht und fettet nicht sichtbar. Zum anderen schwöre ich auf Trockenshampoo, schon sehr lange. Das ist ja eher ein neuer Trend, dass Trockenshampoo intensiver vermarktet wird und aus der Oma- Ecke kommt. Ab dem dritten Tag gibt es eine kleine Portion plus ein Durchföhnen mit meinem geliebtem Braunie mit dem Ergebnis, dass ich trotz feiner Haare Hollywood- Volumen plus frisch duftender Mähne bekomme. Föhnen ist an sich auch das Hilfsmittel gegen Gerüche. Meine Haarwaschpraxis ist allerdings auch nicht zuletzt deshalb so erfolgreich, weilK in gastronomischen Lokalitäten in Bayern nicht mehr geraucht werden darf. Da reicht ein bisschen Ausföhnen um den Ausgehmuff loszuwerden. Das Thema Trockenshampoo sollte allerdings mal in einem Vergleich diverser Mittelchen vertieft werden. Zur Zeit ist jedenfalls No Drought von Lush in der Stiftung- Sissi- Test.

So und wie schaut es auf Eurem Kopf aus? Routinen? Erfahrungen? Ideen? Friseure? Her damit!

XOXO,

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Ein Kommentar zu „Meine Haare, das Killerkommando, der Zentimeterlegastheniker und ich….

  1. Ob kürzer oder länger, dürfte eine Geschmacksfrage sein. Hübsch ist jedenfalls beides. Eine Frisur passt eher auf den roten Teppich, die andere für’s Büro. Was aber leider oder zum Glück nicht funktioniert, ist das Zurückdrehen der Zeit. US-Superstar Cher hat dies zwar unzählige Male an sich selbst probiert und dieses Thema mit dem 1989er Hit „If I Could Turn Back Time“ auch noch gesanglich vertieft, realistischer dürfte aber die Aussage von Doris Day aus dem Jahr 1956 in dem Song „Que sera sera“ sein, als es dort wörtlich heißt: „When I was just a little girl, I asked my mother, what will I be. Will I be pretty, will I be rich? Here’s what she said to me: Que Sera, Sera, whatever will be, will be …“
    Nun, zugegeben, Doris Day kamen diese Worte sicherlich leicht über die Lippen, war sie zum damaligen Zeitpunkt doch bereits in der allerersten Reihe der Hollywoodsuperstars und konnte ihren Sonderstatus in den folgenden Jahren sogar noch ausbauen und feiert dieses Jahr im April bei hoffentlich weiterhin bester Gesundheit ihren 90. Geburtstag.
    Was das jetzt wieder mit den Haaren zu tun hat? Doris Day war weder eine Sexbombe, noch ein zufällig auf der Leinwand gelandetes Pin-Up-Girl, wie manch andere ihrer Zeit, sondern mit zahlreichen Talenten gesegnet. Im Zusammenspiel mit ihrer professionellen Einstellung zog sie auf diese Weise trotz ihrer – im Verhältnis zur Konkurrenz – stets kürzeren Haare auf der Karriereleiter mühelos an all ihren Kolleginnen vorbei …

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