Das Gefühl von Fuck You…Outfits of some weeks…

Hello there,

und schon wieder inspiriert mich Mark Wahlberg und einer seiner Filme, Filmzitate einmal wörtlich zu nehmen. Im neusten seiner Streifen, „The Gambler“, erklärt John Goodman Mark Wahlberg in der Rolle eines spielsüchtigen Literaturprofessors, was man denn mit einem Jackpot zu tun habe, um nicht nur das Gefühl von „Fuck You“, sondern gleiche Sentenz auch noch denjenigen gegenüber auszusprechen, die einem mal geflissentlich den Buckel runterrutschen können. Dies eben auch gern mit einem gleichgültigem „Fuck You“ artikuliert. Lässig halt. Ganz großes Kino, sobald man also mal 2,5 Mio. Dollar durch mehr oder weniger legales Glücksspiel sein eigen nennen darf, sollte nun eine gutbürgerliche Wohnbehausung in den Besitz gebracht werden und der übrige Batzen Geld wohlüberlegt und sicher angelegt werden, um das den restlichen Lebensweg mit besagtem Gefühl von Fuck You bestreiten zu können. Der Job gefällt dir nicht, weil der Boss, die Kollegen oder eben einfach nur der Job nervt, Fuck You. Die Nachbarn nerven, Fuck You. Die Ubahn nervt, Fuck You. Solange genug Geld da ist, um lästigen Umständen oder Personen aus dem Weg zu gehen, Fuck You. Auch wenn ich die Wortwahl nicht immer befürworte, im filmischen Dialog herrlich umgesetzt. Fand ich für einen halben Gangsterfilm sogar richtig gelungen. Das Gefühl von „Fuck You“ aka „rutsch mir geflissentlich den Buckel runter“ ist allerdings noch auf diversen anderen Wegen zu erzeugen. Glücksspiel birgt nun auch wirklich große Gefahren, finanziell daran zu Grunde zu gehen und außerdem liegt nicht jedem die Spielernatur, wie die der Figur des Mark Wahlberg in „The Gambler“.

Einmal reduziert auf das Wesentlichem,umschreibt es wohl schlechthin den Umstand in seiner Mitte zu ruhen und sich von nichts tangieren zu lassen, mit der Absolution nichts zu brauchen, von außen. Wer nun nicht die Zeit und Muße findet sich in regelmäßiger Meditation selbstvergessen dorthin zu atmen, dem sei schon mal empfohlen, mindestens 60 Sekunden lang möglichst blöd und breit vor sich hin zu grinsen. Solange brauchen brauchen nämlich die Gesichtsmuskeln bis sie dem Gehirn, gleich welche katastrophale Stimmung zuvor im Oberstübchen das Kommando hatte, ein vernichtendes Gefühl von guter Laune an die Synapsen senden. Erinnert mich immer wieder an den grandiosen Erfolg der Facebook Seite „Nicken, Lächeln, Arschloch denken“. Es funktioniert, wer jetzt noch nicht überzeugt ist, möge bitte zunächst 10 Minuten über eine Sache nachdenken, über die man sich persönlich tierisch aufregt, aber partout nichts daran ändern kann (oder 10 Minuten mit dem Apple Support versuchen ein Problem zu lösen…) und sich dann hinstellen und exakt 60 Sekunden blöd vor sich hin zu grinsen. Wirkt Wunder.

Für so ein bisschen über den Dingen stehen, kann die Kleiderwahl auch recht hilfreich sein. Zumal dann, wenn man seinem Gespür für die textile Ausstattung bedingungslos vertraut. Sollte dennoch jemand mit dem eigenen Stil nicht d’accord sein, Fuck You. Gedacht, mit einem Wimpernschlag kommuniziert und weg dreht sich das Köpfchen. Auf den Tatbestand der Beleidigung gem. § 185 STGB möchte ich an dieser Stelle noch einmal eindringlich hinweisen. Ein ausgesprochenes „Fuck You“ kann je nach dem, wem gegenüber und in welcher Intensität geäußert, durchaus teuer werden. Dann ist selbst bei einem Vermögen von 2,5 Mio. Dollar irgendwann mal das Polster aufgebraucht und das Gefühl von „Fuck You“ verflogen. Also lieber die nonverbale Demonstration durch innere Haltung.

Selfies vor dem Spiegel schießen hat übrigens den netten Nebeneffekt, dass ich minutenlang grinsen muss, bevor mal ein taugliches Bild im Kasten ist. Neben einer sauberen Dokumentation des Outfits of whatever, gehe ich danach zumindest mit guter Laune aus dem Haus. Und der inneren Haltung von „Fuck You“ aka „ich bin, und das ist gut so“. So ein dreckiges bis breites Grinsen werter übrigens auch jedes Make Up auf, vor allem so tierversuchsfrei und umsonst…

Lederjacke mit Fransen von Kate Moss for Topshop, Skinny Jeans von Drykorn, Tanktop und Tasche von H&M, Booties von Zara und Cashmere Schal von COS

Das Gefühl von Fuck You...Outfits of last weeks

Lederjacke von Mango, Seidenbluse und Paillettenrock von Zara Das Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeks

Strickpullover von Mango, Lederhose von Patrizia Pepe, Overknees von Zara und Handtasche mit Fransen von H&M Das Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksTrenchcoat von Burberry und Cashmere Schal von COSDas Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksDas Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksAzurfarbenes Kleid von BCBG Max Azria und nudefarbene Lederjacke von Zara, Highheels von Miu Miu und Motorcycle Bag von BalenciagaDas Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksBlazer von Drykorn, schwarze Bluse von H&M, Lederhose und Boots von ZaraDas Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksRotes Abendkleid, nudefarbener Gürtel und Highheels von Mango Das Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksWeißer Blazer von Mango, Seidenrock von Isabel Marant, Gürtel von H&M, Tanktop aus Seide und Overknees von Zara

Das Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeks

Weißer Sport BH von Nike und Yogahosen mit Jungleprint von Gudrun SjödenDas Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeks

Graue Cashmeremütze von COS und Bild im Hintergrund von Neo Rauch Das Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksGraue Cashmeremütze von COS, blauer Blazer von Escada Sport, Top mit Pailetten und schwarze Stiefel von Zara und graue Lederhose von H&M Das Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksDas Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksSchwarze Daunenjacke von Airfield, graue Cashmeremütze und -Schal von COS, schwarze Lederhose von Zara und caramellfarbene Boots von Ugg Australia Das Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksBluse von Massimo Dutti, Dunkeblauer Tellerrock, Statementkette mit weißen und grauen Perlen und Spitzenpumps mit Pythonoptik von ZaraDas Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksWeißer Blazer von Mango, weiße Seidenbluse und roséfarbener Gürtel und roséfarbener Chiffonrock mit goldenen Kreuzen von H&M, Spitzenpumps mit Pythonoptik von Zara und goldene Uhr 5055 von Michael KorsDas Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeksDas Gefühl von Fuck You...Outfits of some weeks So, das war die Fashion Selfieparade der letzten Wochen, proudly presented by the feeling of „Fuck You“. Wünsche Euch viele, viele Momente der absoluten Klarheit, über jeden Zweifel erhaben und frei jeglicher Spießigkeit im Kopf schon mal für dieses Wochenende… XOXO, Carrie

3 Kommentare zu „Das Gefühl von Fuck You…Outfits of some weeks…

  1. Liebe Carrie alias Chr.,
    habe mich (Stichwort BAU, etwa für Insider…) wie angedroht als neuer follower angemeldet und mich beim Lesen dieses jüngsten Beitrags köstlich amüsiert – auch und gerade bei der empfohlenen 10-minütigen bzw. 60-sekündigen Entspannungsübung mit dem F-Wort :-). Die Einleitung mit Anleihen aus der cineastischen Welt und die anschließende Überleitung in Richtung Kleiderwahl ist rhetorisch höchst elegant gelungen, Kompliment! Hatte nämlich mental schon ungeduldig mit den Hufen gescharrt und mich gefragt, ob und wie die geschätzte Autorin die Kurve zum eigentlichen Thema des Blogs kriegt, aber das wurde ehr souverän gelöst. Die anschließende Fotogalerie belohnt dann das Auge des Betrachters für die vorangegangenen geistigen Winkelzüge so heftig, dass dies fast schon an Reizüberflutung grenzt und eigentlich fast schon waffenscheinpflichtig 🙂 ist. Ungeachtet dieser blendenden Ästhetik habe ich verzweifelt versucht, Fassung und den Blick für Details zu wahren: Bemerkenswert finde ich z.B. den gekonnten Einsatz des grünen flokati-artigen textilen Bodenbelags, der Dir zu Füßen liegt und subtil als wiederkehrendes Stilmittel eingesetzt wird, um Deine zweifellos zahlreich vorhandenen optischen Vorzüge zu unterstreichen…. und das mit den „schönsten Zähnen der Welt“ habe ich ja bereits im Zeitraum 19.-24. Januar (wieder was für Insider…) eindeutig konstatiert. Nochmals Glückwunsch zur flotten elektronischen Feder und Dank dafür, dass sich meine Unwissenheit über aktuelle Modetrends in fashion-victim-Kreisen 🙂 nun auf deutlich höherem Niveau bewegt. Letzter Insider-Hinweis: Vielleicht können wir ja unseren leider unvollendet gebliebenen intellektuellen Höhenflug in Sachen Quantenphysik, -theorie, -sprung oder -paradoxon irgendwann, irgendwo und irgendwie fortsetzen…

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    1. Hallo lieber W.,
      vielen lieben Dank für deine Worte und das aufmerksame Lesen. Es war mir eine Ehre für eine der ältesten deutschen Traditionsunternehmen tätig gewesen zu sein, zumal ihr in Sachen Fliesen- und Keramikfashion nun wirklich den Ton angebt, sozusagen, das Chanel der BAU. Die Komplimente in Sachen dentaler Ausstattung kann ich leider nur an meine Eltern weitergeben (vielen Dank besonders Mama für die genetische Grundlage zum breitem Grinsen) und besten Dank an die Firma Braun, die sich mit ihren elektrischen Handzahnbürsten seit über 16 Jahren um meine Mundhygiene sorgt. Ebenfalls großen Dank einmal hiermit an meinen Kieferorthopäden, der mir zwei Höllenjahre in der Unterstufe mit Hilfe von diversen Zahnspangen beschert hat. Welche sich allerdings mit oben genannten Worten relativiert haben sollten. An alle Teenager mit Zahnspange sei gesagt: das geht auch vorbei und der Tag wird kommen. Für ein breites Grinsen und ein großes Gefühl von „Fuck You“…Spinat, Mitschülerin und Schwarm, der einen nie angeguckt hat. Bis das Ding rausgenommen wurde…Was die Quantenmechanik angeht, so werden die Wahrscheinlichkeitswellen auf meiner Tastatur hoffentlich bald einmal wieder zu diesem Thema kollidieren. Ein wunderschönes WE und bis bald…

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      1. Liebe CC (Carrie / Chr.),
        boah, was für eine sprachliche Urgewalt und eloquente Virtuosität! Muss mich erst einmal sammeln, dann Multibionta, Doppelherz, Tai Ginseng, Studentenfutter, Astronautennahrung und ähnliche Stärkungsmittel zuführen zum Ölen der Synapsen, um dann halbwegs angemessen zu antworten. Falls Du in Vorleistung gehen willst in Sachen Quantenmechanik: immer her damit und feste druff, aber no stress, es gilt das bekannte Motto „alles kann, nix muss“. Ebenfalls ein (ent)spannendes Wochenende, was immer es auch bringen möge!

        Gruß nach M.-Nord / W.

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