You’ve got the too- factor, Carrie…Outfit of the day

Hello there,

kommen wir ohne Umschweife mal gleich zum Thema, was mir beim Tragen dieses Outfits permanent durch den Kopf gegeistert ist. Der too-Factor. WTH, the too-factor?! Dieses kleine Wort „zu“, das alles positiv behaftete in den Keller reißt und alles, was eh schon schlecht ist, gleich verbal in das Stockwerk unter dem Keller befördert. Ich denke da an den 6-feed-under-Bereich, wo man für gewöhnlich Verstorbene oder andere, nicht mehr so lebendige Lebewesen, Andenken an Exfreunde oder schlechte Zeugnisse beerdigt. Ein kleines „zu“ von einer hoch geschätzten Meinung einer Person reicht aus, um zum Beispiel ein Outfit zu vernichten, den Kauf an einem Kleidungsstück zu bereuen oder gleich mal den eigenen Stil in Frage zu stellen. Dasselbe Wörtchen, gern und oft von Frauen verwendet, kann auch gleich erdsturzähnliche Selbstzweifel auslösen, wenn es dann heißt, „du bist zu…“. Diese Wort hat nämlich im Grund genommen nur eine Funktion, deutlich aufzeigen, wenn etwas oder jemand, mit was auch immer nicht in die Norm passt und die wird nun mal (von einer ganz und gar nicht) demokratischen Mehrheit entschieden. Daraus entstehen dann MEMe, per Definition ein Bewusstseinsinhalt, der sich durch Kommunikation wie ein Virus fortpflanzt und vervielfältigt, bis die Masse wieder eine neue Norm hat. Denn alles was auffällt durch Abweichung kann dann wieder mit „zu“ deklariert und eliminiert werden. Und wenn man den too-Factor dann mal weg hat, wird man ihn wahrscheinlich genauso schwierig wieder los, wie einen Herpesvirus. Da mir aufgefallen ist, dass „zu“ wahnsinnig gern von Frauen als auch für die Beschreibung von Frauen verwendet wird, fangen wir doch mal bei den typisch weiblichen „zu“- Faktoren an: zu dick, zu dünn, zu nett, zu lieb, zu auffällig, zu übertrieben, zu hysterisch, zu wenig und der Topfavorit: zu viel aka too much. Auch ganz beliebt: du denkst zu viel. Du bist zu nett und du bist nicht zu dick.

Wenn es ist wie es ist und es kommt wie es kommt, ist dieser inflationäre Gebrauch dieses Wortes im Grunde genommen überflüssig. Vielleicht gerade noch sinnvoll beim Einparken, um zu kommunizieren, wenn die Parklücke wirklich zu klein ist. Aber gerade in Bezug auf Meinung, Beschreibung von Menschen und besonders in Komplimenten hat dieses „zu“ nichts zu suchen. Also gibt es auch in Sachen Freedom of Fashion, Mind and Personality keinen too-Factor mehr und nur noch, es ist wie es ist und es kommt wie es kommt…und deshalb sprechen jetzt die Bilder.

OOTD Steve MaddenOOTD Steve Madden

Der Look:

Schwarze Bikerlederjacke mit goldener Hardware von Mango (letzte Saison), Seidenbluse und nudefarbener Rock mit goldenen Strasskreuzen von H&M (beides letzte Saison), schwarze Ledersandalen mit goldener Verzierung von Steve Madden (Second Hand), goldene Kette mit Nieten von H&M (aktuell) und schwarze Lederclutch SLOAN mit goldeneer Hardware von Michael Kors

OOTD Steve MaddenOOTD Steve MaddenOOTD Steve MaddenOOTD Steve MaddenOOTD Steve MaddenOOTD Steve MaddenOOTD Steve MaddenOOTD Steve MaddenIMG_3802OOTD Steve MaddenSolange es Menschen gibt und nicht dieses absolute Bewusstsein alle Erdenbürger durchdringt, dass wir alle im selben Boot sitzen (oder auf demselben Planten, was dem gleichkommt) und absolute Glückseligkeit auch darin zu finden ist, einfach in dieselbe Richtung zu rudern, wird es es auch weiterhin „zu“ geben. Ebenfalls wird sich der too-Factor auch nicht ausrotten lassen, solange es Bild und RTL (diese Aufzählung ist rein beispielhaft und keinesfalls vollständig). Allerdings lässt er sich schon mal im eigenen Inneren und Kopf eliminieren: es ist wie es ist und es kommt wie es kommt. Das menschliche Denken ist zwingend auf Relation angewiesen, um zurecht zu kommen. Die Grenze dieser Notwendigkeit sollte dort beginnen, wo dieser too-Factor einen runterzieht, Spass und Freude verdirbt oder einem die Kanten (ebenfalls notwendig für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung) auf eine allgemein gültige Norm runter geschliffen werden sollen. Das Spektrum an Möglichkeiten, Eigenheiten oder sonstigen -heiten ist noch nach lange nicht ausgeschöpft. Da ist auch in fashionabler Hinsicht noch viel Spielraum, ohne „zu“ und „too“. Und MEMe lassen sich übrigens auch umprogrammieren (auch das menschliche Gehirn ist so konditionierbar wie ein pawlowsch’er Hund) und provozieren damit einen Perspektivenwechsel…too much ist ab sofort ein Kompliment und wenn es fällt, ist es für mich genau richtig. Denn wenn schon jeder Herr seines Lebens und Glückes ist, dann werde ich wohl noch auch meine eigenen Normen definieren dürfen, wo dieses dann stattfindet…ach so und wenn alles nichts hilft, dann einfach mal die anderen reden lassen und sich das Gebrabbel geflissentlich den Buckel runter rutschen lassen. In diesem Sinne, ein wunderschönes Wochenende…

XOXO,

Carrie

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